ICH BIN, DER ICH BIN

ICH WERDE SEIN, DER ICH SEIN WERDE 

6.3.07 18:38, kommentieren

Voluntaria

Den Gedanken hatte jeder,

jeder von uns schon einmal.

Für den, der geht wohl die Erlösung

Für die, die bleiben eine Qual

 

Die Klinge die da blitzt im Licht,

Durchschneidet haut, schicht um schicht.

Die Wunde wird zunehmend breiter,

Ich zieh die Klinge immer weiter.

Kein Schmerz und keine Angst in Sicht,

einzig allein ein helles Licht

Der Raum Erfühlt von blassem rot,

Ich sehe ihn den freien Tod.

 

Die Freiheit scheint zum greifen nah,

Nur ein Schritt und du bist da.

Vorbei die schmerzen und das Leid,

Von Erdenquallen du befreit.

 

Der Zug der mich zur Arbeit fährt

Doch ich habe keine Lust

Zuviel ist schon in meinem Herzen

Zu viel schmerz und zuviel Frust.

Immer näher kommt er her,

lange dauert’s nicht

Ich mach’ nur einen schritt nach vorn,

und trete in das Licht

Die Menschen die du ließt

 

zurück,

Du nahmst die Freude und das Glück,

Freunde, Mutter, Vater, Kind

Wie Enttäuscht sie von dir sind.

 

Zwölf Knoten hat ne gute Schlinge

Sie zu knüpfen ist eine Kunst

Bewusst acht ich auf den Atem

Vor meinen Lippen seh’ ich dunst

Ich Stoß mich ab und lass mich sinken

Es gibt nur einen kurzen ruck

Kein Schrecken liegt in meinen Augen

Einzig nur der Glanz von Glück

 

Das Licht verstreut,

Es bleibt ein fahles Grau.

Du merkst es spät,

Doch siehst du es genau.

 

Der Revolver, Kalter Stahl

Ist wohl Präzisionsarbeit

Tödlich seine stimme klingt

Wenn er Blei und Feuer speit

Fest umschlossen halt ich ihn,

Er ist meine Hoffnung.

An meiner Schläfe spür ich nur,

Die kalte runde Öffnung.

 

Wie sinnlos deine Tat
doch ist,

Hast du das Problem gelöst?

Hast du dein Ziel damit erreicht?

Hast du Erlösung, Freude, Trost?

 

Die Freiheit sehn ich mir herbei,

Darum steige ich aufs dach

In einer klaren Sommernacht,

Ohne Lärm und ohne Krach

Ich blick hinunter, den Boden seh’ ich nicht.

Ich breite meine Arme aus, noch spür ich mein Gewicht.

Ich lass mich tragen, einer Feder gleich.

Ich schliss die Augen, die Landung ist so weich.

 

Dein Entschluss ist unumkehrbar,

Nun gibt es kein zurück.

Das ist nicht das was du gesucht hast

das da ist kein Glück.

 

In gedenken an alle die uns vorzeitig verlassen haben. 

6.3.07 19:19, kommentieren

Mutter

Mutter ist und Bleibt ein synonym für Gott,

Sie ist des Kindes Glaube und auch seine Kraft.

Egal worum es geht, ob sieht es schwarz ob Rot.

Es gibt nichts, was Es mit Ihr nicht schafft.

 

Das Wort verkündet von der Mutter eigen’.

Ein Wort der Macht oder auch erfüllt von Trost

Das wird das Kind nie hinterfragen,

Wohl wissend um den Schutz vor schmerz und Frost.

 

Die Welt ist unumstößlich, es ist ein starres Bild

So war es und so wird es immer sein.

Die Mutter ist des Kindes Rüste, sein Schwert und auch sein Schild.

Geschützt, geborgen und behütet vor Leid und jeder Pein.

6.3.07 19:22, kommentieren

D.E.A.D

Bloodline
 

Sam öffnet die Tür seines Apartments, er erkennt auf dem Boden unter der Eingangstür einen Zettel liegen, einen wie er von diversen Speditions- und Versandunternehmen verwendet wird um auf versäumte Lieferungen hinzuweisen. Er bückt sich und hebt diesen Zettel auf, er überlegt was es wohl sein könnte, was er als letztes den bestellt habe, und ob es was wichtiges sei. >Ach nur klamoten, die laufen mir nicht davon, ich hol sie morgen ab.<

Sam oder auch Sammy mit Bürgerlichem Namen zz. Samuel ________, wohnte in einem 2-Zimmer-appartment welches relativ spartanisch eingerichtet war. Es beinhaltete eine kleine Küche, mit E-Herd (welcher die meiste Zeit aber kalt blieb) und sogar einer Spülmaschine. Er öffnete den Kühlschrank und holte die Letzte Flasche Bier raus, „Ach, Fuck ya, schon wieder der letzte Kanadier“ entfuhr es ihm und er nahm sich vor nachdem er ausgepennt hätte sich paar neue sixpacs zu holen, aber zuvor ginge es ins „Dusty Cusket“ um was ordentliches zu tanken.

Er ging in sein Schlafzimmer, oder besser gesagt, dem zimmer welches er zu seinem schlafzimmer erklärt hatte, die Jalousienen war standardgemäß unten, es war ein wichtiges Kriterium bei der Suche nach der passenden Wohnung, dass alle Fenster mit Roll-Läden ausgestattet sind, denn Sonnenlicht war führ ihn zwar nicht tödlich aber dennoch schädlich.

Er schnürte seine Stahlverstärkten Stiefel auf und streifte sie sich ab. Die Uhr auf dem Nachttischchen zeigte jetzt 04:32 Sammy bediente paar tasten und stellte den Wecker auf „aus“. >Schlafen kannst du wenn du tot bist< viel es ihm wieder ein. Ein Spruch den er letztens irgendwo aufgeschnappt hat und sich wunderte wie viel Wahrheit drin steckte. Er überdachte noch mal kurz seinen letzten Arbeitstag oder besser gesagt, seine letzte Arbeitsnacht und fiel in einen ruhigen und traumlosen schlaf.

Ein Mischung aus einem Dumpfen Knall, einem schrillen quitschen und dem bersten von glas riss Sam aus dem schlaf. >die neuen Autos sind einfach zu schnell, man kann sie ja kaum noch steuern< dachte er. Ging rüber zum Fenster und schaute durch die Schlitze in den Roläden runter auf die Strasse. Ein silbergrauer Mercedes hatte wohl einen in die Kreuzung einfahrenden Golf übersehen. >das wird teuer, Freundchen< dachte die bleiche gestalt am Fenster und grinste verächtlich bis schadenfroh. Samuel ging rüber ins Bad. Was bei dieser kleinen wohnung mehr als „Feuchtzelle zu umschreiben wäre.“ Da er fast den ganzen Tag verschlafen hatte und bald die Sonne untergehen würde, war es Zeit sich für die Nacht bereit zu machen. Sam stand am waschbecken und betrachtete sich im spiegel. Mal wieder musste er darüber lachen das seinesgleichen angäblich kein spiegelbild hatten und über sonstige Amenmärchen über Blutsauger.

Sam hatte schulterlange schwarze haare, welche seinen leuchtend grünen Augen eine besondere tiefe verliehen. Er hatte „eine vornehme Blässe“ wie er immer zu betonen pflegte. Das Gesicht wies grobe Züge auf. Aber es war ja auch nicht seine Aufgabe freundlich zu sein. Alles in Allem war er gut trainiert. Das verlieh seinem Aussehen eine gewisse Festigkeit aber es wirkte auch nicht Prozig. Er war mit seinem aussehen ganz zu frieden.

Heut zu Tage war es nicht schwer sich Optisch der Menge anzupassen. Es war erstaunlich und erschreckend zu gleich was sich alles auf den Strassen umhertrieb. Somit konnte man nur in der Menge untergehen. Und das Letzte was Sam wollte, war Aufsehen zu erregen. Deswegen liebte er auch den Szeneclub „Dusty Cusket“ Es war eine Gothic-/Darwavebar. Mit mehreren „ruhigen“ hinterzimmern. Und einer sehr lebhaften haupthalle. Das Bier war dort gut, und nicht allzu teuer. Aber vor allem gab es dort viele hauptsächlich Junge Besucherinen welche sich gerne haben „anzapfen“ lassen. Normalerweise würde jeder vernünftige Mensch einen blutigen Biss in die Schulter sofort zur Anzeige bringen… anders war es bei den dortigen besuchern. Sam hatte die Masche schon längst raus, wie man leicht an frisches Blut kommt.

Sam ging, nachdem er im Bad fertig war rüber zu dem Kleiderschrank im Schlafzimmer. Ein dunkelbraunes teil. Welches zu alt war um als Modern zu gelten und doch zu neu um eine Antiquität zu sein. Die Farbwahl war das geringste Problem. Schwarz war alltagstauglich. Er entschied sich für ein Hemd im Barockstill und eine Schnallenhose, er schnürrte sich wieder seine Stiefel und kramte in seiner Lederjacke, im Flur nach den Utensilien die er heute abend wohl brauchen würde.

 

6.3.07 19:04, kommentieren

Schicksalssuche

Eines Abends saß ich da, sichtlich müd’ zur späten Stunde

Ohne Rat, mit schwerer Sorge und in der Seele tiefe Wunde.

So bat ich das Schicksalsrad „sage mir oh Herr des Wissens

Oh Orakel, Quell der Weisheit muss ich die Liebe ewig missen?“

Doch das Rad des Schicksals schwieg, was ich auch tat, was ich versuchte

es stand mir weder Red’ noch Antwort, wie ich auch bat, wie ich auch fluchte.

Schwer enttäuscht ward ich verbittert. Jedoch gab ich keine Ruh’

Lernte, suchte und versuchte und gab mir die größte Müh’

Ich Sucht’ und Fand, und zwar recht bald, die antwort auf all meine Fragen

Ich legte Karten vor mir aus und bat sie mir die Zukunft vorzutragen.

Und so ward es mir gezeigt, ich sollte suchen und nicht klagen.

Und so nahm ich’s damit auf, und entschied mich es zu wagen

Ich suchte lang ich reiste weit, hab an so manche Tür geklopft.

Hab so manchen Pfad betreten, hab gebetet und gehofft.

Ich war Geduldig gab nicht auf, doch musste erst ein Jahr vergehen

das ich verstand, ich war hier falsch, es war recht spät, ich muss gestehen.

Und wieder glaube ich das Ziel zu sehen,

Hier hilft nur Handeln, kein warten oder stehen.

Denn ich glaube, du warst mir Prophezeit.

„Wo du auch immer sein wirst, ich folge dir, egal wie weit“

6.3.07 19:02, kommentieren

Lebenswert

Hineingeboren in die Welt,

ohne unseren Willen.

Geschaffen nach dem Standardplann,

nur einer von Vielen

Arm an Wissen, arm an Wert.

so sind wir gekommen.

Was das Leben auch bringt,

am Schluss wird alles uns genommen.

Schicksal oder Zufall?

Wille oder Pflicht?

was ist sein und was ist Schein?

es entzieht sich unserer Sicht.

Steil und Steinig ist der Weg

und nur selten eben

Ihn zu gehen ist die Pflicht,

Ja gar der Sinn vom Leben.

6.3.07 18:54, kommentieren

Es lebe der Tod

Unser Weg auf Erden, beendet am Ziel

Feuer, Asche, glühend heiß. Geblieben ist nicht viel

Leben, Leiden, sterben, Qual. Glück ist ungewiss

Die Hoffnung Starb, als Leid sie in die Tiefe Riss.

 

Es Lebe der Tod! Es Lebe der Tod! Es Lebe der Tod!

 

Die Wälder pechschwarz, die Flüsse blutrot.

die Felder verdören, Die Herden sind tot.

das Ende der Welt, doch am Ende sind wir nicht.

verdammt dazu zu leben ohne Hoffnung ohne Licht.

 

Es Lebe der Tod! Es Lebe der Tod! Es Lebe der Tod!

 

Die Tauben suchen Hilfe bei Gott.

die Blinden greifen nach Geld, doch verenden in Not.

die Lahmen weinen um die Herden, die sie einst führten auf dem Feld.

keine Gnade dem Volk! Friede sei nun auf dieser Welt!

6.3.07 18:49, kommentieren