D.E.A.D

Bloodline
 

Sam öffnet die Tür seines Apartments, er erkennt auf dem Boden unter der Eingangstür einen Zettel liegen, einen wie er von diversen Speditions- und Versandunternehmen verwendet wird um auf versäumte Lieferungen hinzuweisen. Er bückt sich und hebt diesen Zettel auf, er überlegt was es wohl sein könnte, was er als letztes den bestellt habe, und ob es was wichtiges sei. >Ach nur klamoten, die laufen mir nicht davon, ich hol sie morgen ab.<

Sam oder auch Sammy mit Bürgerlichem Namen zz. Samuel ________, wohnte in einem 2-Zimmer-appartment welches relativ spartanisch eingerichtet war. Es beinhaltete eine kleine Küche, mit E-Herd (welcher die meiste Zeit aber kalt blieb) und sogar einer Spülmaschine. Er öffnete den Kühlschrank und holte die Letzte Flasche Bier raus, „Ach, Fuck ya, schon wieder der letzte Kanadier“ entfuhr es ihm und er nahm sich vor nachdem er ausgepennt hätte sich paar neue sixpacs zu holen, aber zuvor ginge es ins „Dusty Cusket“ um was ordentliches zu tanken.

Er ging in sein Schlafzimmer, oder besser gesagt, dem zimmer welches er zu seinem schlafzimmer erklärt hatte, die Jalousienen war standardgemäß unten, es war ein wichtiges Kriterium bei der Suche nach der passenden Wohnung, dass alle Fenster mit Roll-Läden ausgestattet sind, denn Sonnenlicht war führ ihn zwar nicht tödlich aber dennoch schädlich.

Er schnürte seine Stahlverstärkten Stiefel auf und streifte sie sich ab. Die Uhr auf dem Nachttischchen zeigte jetzt 04:32 Sammy bediente paar tasten und stellte den Wecker auf „aus“. >Schlafen kannst du wenn du tot bist< viel es ihm wieder ein. Ein Spruch den er letztens irgendwo aufgeschnappt hat und sich wunderte wie viel Wahrheit drin steckte. Er überdachte noch mal kurz seinen letzten Arbeitstag oder besser gesagt, seine letzte Arbeitsnacht und fiel in einen ruhigen und traumlosen schlaf.

Ein Mischung aus einem Dumpfen Knall, einem schrillen quitschen und dem bersten von glas riss Sam aus dem schlaf. >die neuen Autos sind einfach zu schnell, man kann sie ja kaum noch steuern< dachte er. Ging rüber zum Fenster und schaute durch die Schlitze in den Roläden runter auf die Strasse. Ein silbergrauer Mercedes hatte wohl einen in die Kreuzung einfahrenden Golf übersehen. >das wird teuer, Freundchen< dachte die bleiche gestalt am Fenster und grinste verächtlich bis schadenfroh. Samuel ging rüber ins Bad. Was bei dieser kleinen wohnung mehr als „Feuchtzelle zu umschreiben wäre.“ Da er fast den ganzen Tag verschlafen hatte und bald die Sonne untergehen würde, war es Zeit sich für die Nacht bereit zu machen. Sam stand am waschbecken und betrachtete sich im spiegel. Mal wieder musste er darüber lachen das seinesgleichen angäblich kein spiegelbild hatten und über sonstige Amenmärchen über Blutsauger.

Sam hatte schulterlange schwarze haare, welche seinen leuchtend grünen Augen eine besondere tiefe verliehen. Er hatte „eine vornehme Blässe“ wie er immer zu betonen pflegte. Das Gesicht wies grobe Züge auf. Aber es war ja auch nicht seine Aufgabe freundlich zu sein. Alles in Allem war er gut trainiert. Das verlieh seinem Aussehen eine gewisse Festigkeit aber es wirkte auch nicht Prozig. Er war mit seinem aussehen ganz zu frieden.

Heut zu Tage war es nicht schwer sich Optisch der Menge anzupassen. Es war erstaunlich und erschreckend zu gleich was sich alles auf den Strassen umhertrieb. Somit konnte man nur in der Menge untergehen. Und das Letzte was Sam wollte, war Aufsehen zu erregen. Deswegen liebte er auch den Szeneclub „Dusty Cusket“ Es war eine Gothic-/Darwavebar. Mit mehreren „ruhigen“ hinterzimmern. Und einer sehr lebhaften haupthalle. Das Bier war dort gut, und nicht allzu teuer. Aber vor allem gab es dort viele hauptsächlich Junge Besucherinen welche sich gerne haben „anzapfen“ lassen. Normalerweise würde jeder vernünftige Mensch einen blutigen Biss in die Schulter sofort zur Anzeige bringen… anders war es bei den dortigen besuchern. Sam hatte die Masche schon längst raus, wie man leicht an frisches Blut kommt.

Sam ging, nachdem er im Bad fertig war rüber zu dem Kleiderschrank im Schlafzimmer. Ein dunkelbraunes teil. Welches zu alt war um als Modern zu gelten und doch zu neu um eine Antiquität zu sein. Die Farbwahl war das geringste Problem. Schwarz war alltagstauglich. Er entschied sich für ein Hemd im Barockstill und eine Schnallenhose, er schnürrte sich wieder seine Stiefel und kramte in seiner Lederjacke, im Flur nach den Utensilien die er heute abend wohl brauchen würde.

 

6.3.07 19:04

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