Lyrik

Voluntaria

Den Gedanken hatte jeder,

jeder von uns schon einmal.

Für den, der geht wohl die Erlösung

Für die, die bleiben eine Qual

 

Die Klinge die da blitzt im Licht,

Durchschneidet haut, schicht um schicht.

Die Wunde wird zunehmend breiter,

Ich zieh die Klinge immer weiter.

Kein Schmerz und keine Angst in Sicht,

einzig allein ein helles Licht

Der Raum Erfühlt von blassem rot,

Ich sehe ihn den freien Tod.

 

Die Freiheit scheint zum greifen nah,

Nur ein Schritt und du bist da.

Vorbei die schmerzen und das Leid,

Von Erdenquallen du befreit.

 

Der Zug der mich zur Arbeit fährt

Doch ich habe keine Lust

Zuviel ist schon in meinem Herzen

Zu viel schmerz und zuviel Frust.

Immer näher kommt er her,

lange dauert’s nicht

Ich mach’ nur einen schritt nach vorn,

und trete in das Licht

Die Menschen die du ließt

 

zurück,

Du nahmst die Freude und das Glück,

Freunde, Mutter, Vater, Kind

Wie Enttäuscht sie von dir sind.

 

Zwölf Knoten hat ne gute Schlinge

Sie zu knüpfen ist eine Kunst

Bewusst acht ich auf den Atem

Vor meinen Lippen seh’ ich dunst

Ich Stoß mich ab und lass mich sinken

Es gibt nur einen kurzen ruck

Kein Schrecken liegt in meinen Augen

Einzig nur der Glanz von Glück

 

Das Licht verstreut,

Es bleibt ein fahles Grau.

Du merkst es spät,

Doch siehst du es genau.

 

Der Revolver, Kalter Stahl

Ist wohl Präzisionsarbeit

Tödlich seine stimme klingt

Wenn er Blei und Feuer speit

Fest umschlossen halt ich ihn,

Er ist meine Hoffnung.

An meiner Schläfe spür ich nur,

Die kalte runde Öffnung.

 

Wie sinnlos deine Tat
doch ist,

Hast du das Problem gelöst?

Hast du dein Ziel damit erreicht?

Hast du Erlösung, Freude, Trost?

 

Die Freiheit sehn ich mir herbei,

Darum steige ich aufs dach

In einer klaren Sommernacht,

Ohne Lärm und ohne Krach

Ich blick hinunter, den Boden seh’ ich nicht.

Ich breite meine Arme aus, noch spür ich mein Gewicht.

Ich lass mich tragen, einer Feder gleich.

Ich schliss die Augen, die Landung ist so weich.

 

Dein Entschluss ist unumkehrbar,

Nun gibt es kein zurück.

Das ist nicht das was du gesucht hast

das da ist kein Glück.

 

In gedenken an alle die uns vorzeitig verlassen haben. 

6.3.07 19:19, kommentieren

Mutter

Mutter ist und Bleibt ein synonym für Gott,

Sie ist des Kindes Glaube und auch seine Kraft.

Egal worum es geht, ob sieht es schwarz ob Rot.

Es gibt nichts, was Es mit Ihr nicht schafft.

 

Das Wort verkündet von der Mutter eigen’.

Ein Wort der Macht oder auch erfüllt von Trost

Das wird das Kind nie hinterfragen,

Wohl wissend um den Schutz vor schmerz und Frost.

 

Die Welt ist unumstößlich, es ist ein starres Bild

So war es und so wird es immer sein.

Die Mutter ist des Kindes Rüste, sein Schwert und auch sein Schild.

Geschützt, geborgen und behütet vor Leid und jeder Pein.

6.3.07 19:22, kommentieren

Schicksalssuche

Eines Abends saß ich da, sichtlich müd’ zur späten Stunde

Ohne Rat, mit schwerer Sorge und in der Seele tiefe Wunde.

So bat ich das Schicksalsrad „sage mir oh Herr des Wissens

Oh Orakel, Quell der Weisheit muss ich die Liebe ewig missen?“

Doch das Rad des Schicksals schwieg, was ich auch tat, was ich versuchte

es stand mir weder Red’ noch Antwort, wie ich auch bat, wie ich auch fluchte.

Schwer enttäuscht ward ich verbittert. Jedoch gab ich keine Ruh’

Lernte, suchte und versuchte und gab mir die größte Müh’

Ich Sucht’ und Fand, und zwar recht bald, die antwort auf all meine Fragen

Ich legte Karten vor mir aus und bat sie mir die Zukunft vorzutragen.

Und so ward es mir gezeigt, ich sollte suchen und nicht klagen.

Und so nahm ich’s damit auf, und entschied mich es zu wagen

Ich suchte lang ich reiste weit, hab an so manche Tür geklopft.

Hab so manchen Pfad betreten, hab gebetet und gehofft.

Ich war Geduldig gab nicht auf, doch musste erst ein Jahr vergehen

das ich verstand, ich war hier falsch, es war recht spät, ich muss gestehen.

Und wieder glaube ich das Ziel zu sehen,

Hier hilft nur Handeln, kein warten oder stehen.

Denn ich glaube, du warst mir Prophezeit.

„Wo du auch immer sein wirst, ich folge dir, egal wie weit“

6.3.07 19:02, kommentieren

Lebenswert

Hineingeboren in die Welt,

ohne unseren Willen.

Geschaffen nach dem Standardplann,

nur einer von Vielen

Arm an Wissen, arm an Wert.

so sind wir gekommen.

Was das Leben auch bringt,

am Schluss wird alles uns genommen.

Schicksal oder Zufall?

Wille oder Pflicht?

was ist sein und was ist Schein?

es entzieht sich unserer Sicht.

Steil und Steinig ist der Weg

und nur selten eben

Ihn zu gehen ist die Pflicht,

Ja gar der Sinn vom Leben.

6.3.07 18:54, kommentieren

Es lebe der Tod

Unser Weg auf Erden, beendet am Ziel

Feuer, Asche, glühend heiß. Geblieben ist nicht viel

Leben, Leiden, sterben, Qual. Glück ist ungewiss

Die Hoffnung Starb, als Leid sie in die Tiefe Riss.

 

Es Lebe der Tod! Es Lebe der Tod! Es Lebe der Tod!

 

Die Wälder pechschwarz, die Flüsse blutrot.

die Felder verdören, Die Herden sind tot.

das Ende der Welt, doch am Ende sind wir nicht.

verdammt dazu zu leben ohne Hoffnung ohne Licht.

 

Es Lebe der Tod! Es Lebe der Tod! Es Lebe der Tod!

 

Die Tauben suchen Hilfe bei Gott.

die Blinden greifen nach Geld, doch verenden in Not.

die Lahmen weinen um die Herden, die sie einst führten auf dem Feld.

keine Gnade dem Volk! Friede sei nun auf dieser Welt!

6.3.07 18:49, kommentieren

Erdenrache

Verbrannte Erde um Euch rum,

Asche im Wind, die Gesichter sind stumm

Wenn das Feuer vom Himmel fällt,

Und die Nacht zum Tage Erhellt

Lass deine Hoffnung zur Hölle fahren

Dein eigenes Fleisch wird langsam garen

 

Schwarze Knochen, das Fleisch Grau

Das Verderben stellt sich zur Schau

Alles ist dunkel doch die Welt versinkt in Licht.

Ein Entrinnen gibt es NICHT!

Kein Entkommen, kein vor, kein Zurück

Suche im Tod dein letztes Glück.

Die Natur holt sich ihren Teil.

Die Erde durstet, ist blutgeil

Wenn jeder durcheinander rennt,

da sogar das Wasser brennt.

Alle fliehen doch keiner kommt weg.

Von der Menschheit bleibt nur ein Haufen Dreck.

(ursprüngliche Fassung) 

 

6.3.07 18:46, kommentieren